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Hintergrund der aktuellen Arbeiten

Die Objekte und Bilder zeigen Prozessarbeiten mit Glas, Asche, Salz und historischen Schrift-Fragmenten.

Das Verbindende dieser Materialien ist das Bruchstückhafte und das Fragmentarische. Am zerbrochenen Objekt werden die Empfindungen individuellen Erlebens überzeugender und wahrer. Gleichzeitig offenbart sich das Potential dieser Werkstoffe; so bilden Asche, Fragmente und Glasbruch den Inbegriff eines Umwandlungsprozess der in den Werken zum Ausdruck kommt.

Das ‚Dazwischen‘ greift den vermeintlich leeren Raum zwischen den Teilen auf. Ein Zwischenraum gleich einem Fenster, das neuartige Sichtweisen und Konstellationen eröffnet.

Die Farben der Asche / Arbeitsprozesse

Die Farbnuancen der Asche werden über kontrollierte Verbrennungsprozesse sichtbar. Auf den Bildern und Objekten prägen die Beschaffenheit der historischen, verbrannten Schriftstücke und Tusche-Verbindungen, die Farbgebung. Prozessstufen der Alchemie – wie Schwärzung, Weissung, Gelbung und Rötung im Sinne von Trennung, Reinigung, Zusammenführung werden farblich aufgegriffen. Ein Hauch von Bindung fixiert Asche und Tusche und erhält zugleich deren flüchtige Substanz.

 

Kurzporträt

Regina K Staubli arbeitet im Engadin und in Zürich.

Zentraler Aspekt des künstlerischen Schaffens ist die Auseinandersetzung mit Bruchstücken und Fragmenten.

Akzentuiert werden fragile Werkstoffe in ihren physischen wie kontextuellen Eigenarten aufgegriffen. Darüber hinaus das, was sich im Zwischenraum, dem scheinbar leeren, angrenzenden Raum, zwischen Bruchstücken ereignet.

„Die einzigartige Originalität eines Bruches, einer Scherbe, eines Fragments, des Aschepartikels, ist das Faszinierende. Das Überbleibsel aus einem zuvor Ganzen trägt Kraft seiner Eigenart enormes Potential. Kombinationen und Synergien zeigen sich im neuen Verbund mit anderen Bruchstücken und Fragmenten in meinen Werken.“(2019)

Als ausgebildete Ergo- und Kunsttherapeutin begann die Auseinandersetzung mit dem Potential des Bruchstückhaften bereits während der therapeutischen Arbeit in den 1990er Jahren.

Während der 1980er Jahre künstlerische Tätigkeit vorerst ambitioniert nebenberuflich. Danach Ausbildung in der traditionellen, als auch in der avantgardistischen Design-Glaskunst in den USA. Das Studium der Techniken des künstlerischen Ausdrucks in Malerei, fernöstlicher Tuschmalerei, Fotografie, förderten den Einstieg ins Kunstschaffen.

1999 bis 2017  Arbeiten in den USA und in der Schweiz im Bereich der Glasverarbeitung und Designkunst mit Schwerpunkt: Bruchstücke, Scherben, Fragmente und deren Aspekte in Psychologie und Geisteswissenschaft. Prozessbegleitendes Grundstudium in Analytischer Psychologie. Thema der Diplomarbeit: Bruchstücke, Fragmente und das Dazwischen.

Seit 2018 zudem die Verarbeitung von historischen Schrift- und alten Bibelfragmenten unter Einfluss von Verbrennungsprozessen und den daraus resultierenden Artefakten.

2017/18  Auszeichnungen in mehreren Kategorien des Europäischen Design Award und des Internationalen Design Award.

 

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